Jan Josef Michnia 1942

Jan Josef Michnia

40×30 cm. Öl/Leinwand

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Biografie:

  • Jan Josef Michnia 1942
  • Der Künstler Josef Jan Michnia (1942) wurde im Mai 1942 im oberschlesischen Waldbrücken als fünftes von sechs Kindern geboren und begann bereits als kleiner Junge zu malen. Im Alter von 13 Jahren fand Michnia seinen ersten Kunstlehrer in Pawel Schoblick, einem einheimischen Dorfmaler, der hauptsächlich im Auftrag der ortsansässigen Kirche religiöse Themen darstellte und den jungen Michnia in die Aquarelltechnik einführte. Aufgrund der weiten Entfernung einer Kunstschule und den begrenzten finanziellen Möglichkeiten seiner alleinerziehenden Mutter, die ihren Mann im Krieg verloren hatte, sah sich Michnia gezwungen nicht seiner Neigung nachzugehen, sondern die Berufsschule zu besuchen und den Beruf des Schlossers zu erlernen. Da er aber seinen Traum von der Kunst leben zu können nie aus den Augen verlor, assistierte er mehrere Jahre lang nach der Arbeit dem Künstler Marek Jennert. Trotz einiger Auftragsarbeiten hielt Michnia dennoch in den Folgejahren an seinem erlernten Schlosserberuf fest. Als sich 1988 die Grenzen nach Westen öffneten, beschloss der Maler zusammen mit seiner Familie seine Heimat zu verlassen und nach Deutschland zu fliehen, um sich endgültig ganz seiner Kunst widmen zu können. In Deutschland angekommen bestritt Michnia zunächst seinen Lebensunterhalt als Angestellter einer Grafikdesignfirma bevor er sich dazu entschloss, sich als frei schaffender Künstler selbstständig zu machen. Seit 1999 ist er neben seiner künstlerischen Tätigkeit zudem als Dozent an der Mönchengladbacher Malschule LKG tätig.

    Die Werke Michnias sind geprägt von einem expressiven Realismus, dessen Wurzeln in den späten Arbeiten Paul Cézannes (1839-1906) begründet liegen, jedoch eine eigene Interpretation finden. Häufig stellt der Maler musizierende Frauen mit Instrumenten einzeln oder zu Gruppen zusammengefasst dar. Darüber hinaus gestaltet er Landschaften und Stillleben, aber auch religiöse Darstellungen zählen zu Michnias Oeuvre.

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