Hermanus Koekkoek Senior 1815 – 1882


22×29 cm. Öl/Holz
€16.000,-

  • Hermanus Koekkoek sen., Middelburg 1815 – 1882 Haarlem
  • Der niederländische Marinemaler Hermanus Koekkoek sen. (1815-1882) wurde am 13. März 1815 als jüngster Sohn des Marinemalers Johannes Hermanus Koekkoek (1771-1851) in Middelburg, Niederlande geboren. Zusammen mit seinen Brüdern Barend Cornelis Koekkoek (1803-1862), Marinus Adrianus Koekkoek (1807-1868) sowie Johannes Koekkoek (1811-1831) zählt er zur berühmten Malerfamilie Koekkoek, die die niederländische Malerei der Romantik nachhaltig mitbestimmt hat.

    Nach dem Tod seines Bruders Johannes entschied Hermanus Koekkoek sen. sich im Alter von sechszehn Jahren für die Marinemalerei. Seine Ausbildung zum Marinemaler erhielt er zunächst bei seinem Vater, mit dem bis 1842 in Durferdam lebte und arbeitete. Nachdem Koekkoek 1840 Mitglied der Königlichen Akademie in Amsterdam und 1841 der Rotterdamsch Genootschap: Hierdoor tot hooger geworden war, zog der Maler 1842 nach Amsterdam. Nach Aufenthalten in Nieuwer-Amstel und wieder Amsterdam verstarb Hermanus Koekkoek sen. am 5. November 1882 in Haarlem, wo er die letzten Monate seines Lebens verbracht hatte.

    Das Werk Hermanus Koekkoek sen. wird bestimmt durch die Darstellung der seeländischen Landschaft und niederländischer Flusslandschaften. Ganz besonders fasziniert war Koekkoek von der Zuiderzee, dem heutigen IJsselmeer, dass er in zahlreichen Werken darstellte. Die Zuiderzee zählte in der Zeit H. Koekkoeks zu einer dichtbefahrenen Wasserstraße, die aufgrund ihrer malerischen Landschaft zahlreiche Marinemaler anzog. So malte H. Koekkoek sen. lebendige Ansichten vom Treiben auf dem Wasser vor dem Hintergrund alter holländischer Hafenstädte wie Enkhuizen, Hoorn oder Medemblik und ließ sich hierbei, wie viele seiner Zeitgenossen, durch die Marinekunst des niederländischen Goldenen Zeitalters beeinflussen. Er widmete seine Werke in den 50er Jahren vor allem dem stürmischen Seebild , welches die Abhängigkeit des Malers von den niederländischen Künstlern des 17. Jahrhunderts besonders verdeutlicht. Gegen Mitte der 50er Jahre verarbeitete H. Koekkoek sen. in seinen Werken neue Einflüsse der französischen Malerei, die sich vor allem in einer besonders realistischen Farbgebung äußerte. Die große Anerkennung, die Hermanus Koekkoek bereits zu Lebzeiten für sein Werk erhielt, mündete 1875 in der Verleihung der Goldmedaille im Rahmen einer Ausstellung der Künstlervereinigung Arti et Amicitiae zu Amsterdam.

    Hermanus Koekkoek sen. gilt als Lehrer des Marinemalers Willem Gruyter jun. und unterrichtete darüber hinaus auch seine eigenen Söhne, Hermanus Koekkoek jun. (1836-1909), Willem Koekkoek (1839-1895) und Jan H.B. Koekkoek (1840-1912), die die Tradition der Malerfamilie Koekkoek in der nächsten Generation fortsetzten.

    Gemälde von Hermanus Koekkoek sen., die heute zu den besten Werken der niederländischen Romantik gehören, bereichern die Sammlungen zahlreicher Museen weltweit darunter das Rijksmuseum in Amsterdam, Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam, das Mauritshuis in Den Haag, die National Gallery of Victoria in Melbourne und das B.C. Koekkoek-Haus in Kleve.

    !!! GALERIE K HEEFT VIER GENERATIES KOEKKOEK IN DE COLLECTIE !!!

    VADER Johannes Hermanus
    ZOON Hermanus Sr.
    KLEINZOON Johannes Hermanus Barend
    ACHTERKLEINZOON Gerardus Johannes

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