Barend Cornelis Koekkoek 1803 – 1863

Barend Cornelis Koekkoek


25,2 x 32,7 cm
Zeichnung/Papier
Verkauft

Biografie:

  • Barend Cornelis Koekkoek (1803 – 1862)
  • Der niederländische Landschaftsmaler Barend Cornelis Koekkoek wurde 1803 in Middelburg als ältester Sohn des Marinemalers Johannes Hermanus Koekkoek (1778-1851) und seiner Ehefrau Anna van Koolwijk geboren. Sein Maltalent übertrug der Vater außer an Barend Cornelis auch an seine drei weiteren Söhne Marinus Adrianus (1807-1868), Johannes (1811-1831) und Hermanus (1815-1882), die gemeinsam die berühmte Malerfamilie der Koekkoeks begründeten. Barend Cornelis Koekkoek erhielt seine erste Malausbildung vom Vater, der ihn vor allem in die Marinemalerei einführte. Ab dem Jahre 1817 besuchte B.C. Koekkoek die Zeichenschule in Middelburg, wo ihn sein Lehrer Abraham Krayestein (1793-1855) mit der Landschaftsmalerei bekannt machte. Im Jahre 1822 zog es Koekkoek nach Amsterdam an die Königliche Akademie der Bildenden Künste, wo er unter dem Historienmaler Jan Willem Pieneman (1779-1853) und Jean Augustin Daiwaille (1786-1850) seine Ausbildung vollendete. Die ersten Landschaften des Malers entstanden bereits um 1823. Nach seiner Ausbildung verbrachte Koekkoek einige Zeit auf Reisen, die in den Harz, nach Italien und an den Rhein führten. 1828 lebte Koekkoek ein Jahr lang in Beek. Die Landschaft in dieser Gegend gefiel dem Maler so gut gefiel, dass er nach seiner Heirat im Jahre 1833 mit Elise Thérèse Daiwaille (1814-1881), einer der Töchter seines ehemaligen Lehrmeisters, beschloss, in die unweit von Beek gelegene damalige Kurstadt Kleve zu ziehen, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1862 in einem von ihm erbauten Künstlerpalais wohnte.

    Koekkoek schuf in seiner rund 40jährigen Malerkarriere zahlreiche Landschaftsgemälde im romantischen Malstil des 19. Jahrhunderts, in denen er immer wieder Wald- und Gebirgslandschaften darstellte. Besonders faszinierten Koekkoek die Landschaften entlang des Rheins, den er zeit seines Lebens bereiste und dessen Gegenden häufig Thema seiner Darstellungen wurden. Schon schnell wurde Koekkoek aufgrund der hohen Qualität und stimmungsvollen Atmosphäre seiner Werke Mitglied zahlreicher Künstlervereinigungen in den Niederlanden und war auch auf internationaler Ebene berühmt. Er gewann zeit seines Lebens zahlreiche Künstlerpreise und Ehrungen, die Koekkoek damals wie heute als einen der bedeutendsten Malern der niederländischen Romantik auszeichnen. In den 40er Jahren befand sich Koekkoek auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Berühmte Auftraggeber darunter u. a. der niederländische König Willem II, der Koekkoek persönlich in Kleve besuchte, gaben beim Maler Werke in Auftrag. Im Jahre 1841 gründete Koekkoek in Kleve eine eigene Zeichenschule, die sich in den kommenden Jahren großen Zulaufs erfreute und deren Schüler unter dem Begriff der sogenannten Klever Romantik bekannt wurden. Zu Beginn der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts erhielt der Maler schließlich so viele Aufträge, das ihm kaum noch Raum für seine kreative Arbeit blieb und seine Werke ab diesem Moment häufiger einen routinehaften Charakter aufzeigen. Im Jahre 1859 erlitt Koekkoek schließlich einen Schlaganfall, der seiner Malerkarriere ein jähes Ende setzte. Nur wenige Zeit später, im Jahre 1862 verstarb Koekkoek im Alter von nur 59 Jahren in Kleve.

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