Johann Bernhard Klombeck (1815-1893) and Eugène Joseph Verboeckhoven (1798-1881)

Johann Bernhard Klombeck and Eugène Joseph Verboeckhoven

66×85,5 cm Öl/Leinwand
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Biografie

  • Johann Bernhard Klombeck 1815 – 1893
  • Johann Bernhard Klombeck (1815-1893) wurde am 1. Juli 1815 als Sohn des Schneidermeisters Heinrich Klombeck und seiner Ehefrau Marianne Tinthoff in Kleve geboren. Sein Onkel Matthias Tinthoff (1794-1881), ein bekannter Klever Porträt- und Stillleben-maler, unterrichtete Klombeck zunächst in den Grundlagen der Malerei und brachte ihn früh in Kontakt mit dem berühmten niederländischen Landschaftsmaler B. C. Koekkoek (1803-1862), der ab den 30er Jahren in Kleve lebte und arbeitete.

    Klombeck nahm sich die Kunst Koekkoeks, mit dem er vermutlich ein enges Verhältnis unterhielt, zum Vorbild und spezialisierte sich ebenso auf die Darstellung von romantischen Winter- und Sommerlandschaften. In seinen Landschaften berücksichtigte Klombeck dabei zumeist das von Koekkoek etablierte Kompositionsschema aus drei Bildebenen, die zu den Seiten hin durch Bäume o.ä. gerahmt werden, sowie einem niedrigen Horizont. Tiefe in der Darstellung wird erreicht durch das Anlegen von Wasserläufen und Wegen anhand denen das Auge die Landschaft durchwandern kann. Außer der Bildkomposition ahmte Klombeck mit ebenso hoher Perfektion die Malweise Koekkoeks nach, so dass dessen Werke in ihrem Erscheinungsbild den Gemälden seines Vorbilds in nichts nachstehen. Aufgrund seiner beeindruckenden malerischen Leistung gilt Klombeck als Meisterschüler Koekkoeks, der dessen Grundsätze wie kein anderer umzusetzen vermochte.

    Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Kunst Klombecks von der Darstellung weitläufiger Landschaftsausschnitte in frühen Jahren hin zur Wiedergabe einzelner Landschaftsszenen, die der Maler für seine Werke auswählte. Ab den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts arbeitete Klombeck zudem vermehrt mit dem Tiermaler Eugène Verboekhoven (1799-1881) zusammen, der in dessen Werken die Staffage schuf. Klombeck, der vor allem in der Landschaftsmalerei geschult war, sah in der Zusammenarbeit vermutlich den Vorteil einer nunmehr lebendiger gestalteten Staffage gegenüber seinen frühen Werken. Die Zusammenarbeit von Klombeck und Verboekhoven, der anschließend häufig auch die Gemälde mitsignierte, führte jedoch mitunter zu einer anderen Gewichtung der Bildelemente. Spielte in den frühen Werken Klombecks die Landschaft und nicht die Staffage die wichtigste Rolle in der Darstellung, beansprucht in den Werken, in denen Verboekhoven mitwirkte, nunmehr die Staffage ihre eigene Aufmerksamkeit.

    Einen einschneidenden Moment im Leben Klombecks bildete vermutlich der frühe Tod seines Vorbilds Koekkoek im Jahre 1862. Klombeck führte anschließend die Malerschule Koekkoeks, zu deren Gründungsmitgliedern er bereits gezählt hatte, weiter und hielt bis zu seinem eigenen Tod am 28. November 1893 an der romantischen Landschaftsmalerei, die als solche längst durch neue Entwicklungen in der Kunstwelt abgelöst worden war, fest. Klombeck zählt mit seinem beachtlichen Oeuvre von derzeit rund 150 bekannten Gemälden zu den wichtigsten Vertretern der sogenannten Klever Romantik, die aus der Malerschule Koekkoeks hervorging.

    Einen einschneidenden Moment im Leben Klombecks bildete vermutlich der frühe Tod seines Vorbilds Koekkoek im Jahre 1862. Klombeck führte anschließend die Malerschule Koekkoeks, zu deren Gründungsmitgliedern er bereits gezählt hatte, weiter und hielt bis zu seinem eigenen Tod am 28. November 1893 an der romantischen Landschaftsmalerei, die als solche längst durch neue Entwicklungen in der Kunstwelt abgelöst worden war, fest. Klombeck zählt mit seinem beachtlichen Oeuvre von derzeit rund 150 bekannten Gemälden zu den wichtigsten Vertretern der sogenannten Klever Romantik, die aus der Malerschule Koekkoeks hervorging.

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